Boondocking
ReiseFreies Stehen mit dem Wohnmobil abseits von Campingplaetzen, ohne Strom- und Wasseranschluss.
Boondocking stammt aus dem nordamerikanischen Sprachraum und meint das Uebernachten mit dem Wohnmobil oder Van fernab von Campingplaetzen – auf oeffentlichen Flaechen, in der Natur oder auf Privatgelaende mit Erlaubnis des Eigentuemers. In Europa wird haeufig der Begriff „Wildcampen“ oder „Freistehen“ verwendet, wobei die rechtliche Lage von Land zu Land stark variiert.
Rechtslage in Europa
In Deutschland ist eine Nacht zur „Wiederherstellung der Fahrtuechtigkeit“ grundsaetzlich erlaubt, allerdings nicht das klassische Campen mit Stuehlen und Markise. In Skandinavien regelt das Jedermannsrecht den Zugang zur Natur grosszuegiger. In Laendern wie Kroatien oder Portugal wird Wildcampen dagegen mit hohen Bussgeldern geahndet.
Voraussetzungen
Wer regelmaessig boondockt, braucht eine leistungsfaehige Aufbaubatterie, am besten ergaenzt durch eine Solaranlage. Ausreichend Frischwasser und eine Campingtoilette sind ebenfalls Pflicht. Ein LTE-Router sorgt fuer Internetanbindung auch abseits der Zivilisation.
Verwandte Begriffe
Autarkie
Faehigkeit eines Wohnmobils, unabhaengig von externer Versorgung (Strom, Wasser) mehrtaegig autonom zu stehen.
Solaranlage
Photovoltaik-Module auf dem Wohnmobildach, die Sonnenenergie in Strom fuer die Aufbaubatterie umwandeln.
Wildcampen
Uebernachten mit Zelt, Van oder Wohnmobil ausserhalb offizieller Campingplaetze in freier Natur.