Wenn man auf der Suche nach neuen Reisezielen auf das Vielen vielleicht als Reiseziel (noch) unbekannte Tschechien stößt, stellt sich wahrscheinlich zuerst die Frage, was es dort zu sehen und zu erleben gibt. Ähnlich wie beim Camping in Polen werden viele erst jetzt auf das nahe Land aufmarksam! Deshalb haben wir euch nachfolgend die schönsten Gegenden und Städte der technischen Republik zusammengestellt. Denn genau das ist es, was Tschechien zu einem lohnenswerten Reiseziel macht: einige sehenswerte Städte, von denen einige dazu noch seit langem etablierte Kurbäder sind, sowie viel schöne Natur. Und was liegt da – gerade für Urlauber, die mobil unterwegs sind – näher als das beste all dieser Urlaubsarten, also Städtetouren, die eine oder andere Wellnessanwendung und Aktivitäten im Freien?
Städte in Tschechien, die die Camperreise Wert sind
Am Anfang unseres kleinen Überblicks über die besten Destinationen in Tschechien soll zuerst unser vielleicht liebstes Reiseziel stehen, auch wenn es vielleicht nicht das naheliegendste für Wohnmobil und Wohnwagen ist: die tschechische Hauptstadt Prag.
Das nicht umsonst oft auch als die „Goldene Stadt“ bezeichnete Prag ist sehr alt, auch wenn es in der Frühgeschichte nur eine kleine Siedlung war. Die Blütezeit Prags begann um das Jahr 1230 herum, denn da wurde es zur königlichen Stadt ernannt und nahm dann im 14. Jahrhundert unter König Karl dem IV, unter dem es zu einem politischen und kulturellen Zentren von Europa wurde, so richtig Fahrt auf. So wundert es einen nicht, dass die historische Altstadt Prags mit ihren gut erhaltenen gotischen und barocken Bauwerken seit 1992 zu den 16 UNESCO Weltkulturerbe-Stätten gezählt werden darf. Besonders sehenswert in Prag sind die über der Moldau thronende Prager Burg, die berühmte Karlsbrücke, die mittelalterliche Rathausuhr, der jüdische Friedhof sowie die älteste noch aktive Synagoge der Welt und vieles mehr.
Sehenswert ist auch die zweitgrößte Stadt Tschechiens, Brünn. Denn das im bergigen Südmähren gelegene Brünn hat eine historische Altstadt sowie eine auf einem Berg (dem Petersberg) gelegene mittelalterliche Burg und einen auf einem anderen Berg (dem Spielberg) gelegenen Dom zu bieten. Und wer zwar schon mal gern eine schöne Stadt besichtigt und das quirlige Leben dort genießt, aber ansonsten die Natur liebt, findet im malerischen Südböhmen auch davon mehr als genug.
Ein weiteres lohnendes Ziel für Städtereisende dürfte auch die Stadt Ölmütz (tschechisch: Olomouc) sein, die einerseits mit viel Geschichte, aber - nicht zuletzt dank ihrer Universität - auch mit einer quirligen Lebendigkeit punkten kann. Von seiner schönsten Seite zeigt sich Ölmütz im Winter, in dem es mit seinen schneebedeckten Straßen und Dächern die ideale Kulisse für weihnachtliche Märkte bietet.
Den Abschluss der nicht für ihre Bäder bekannten, aber trotzdem sehenswerten tschechischen Städte bildet Pilsen, dem man zumindest als Bierliebhaber einen Besuch abstatten sollte. Denn schließlich wird dort schon seit 1295 das weltweit bekannte und beliebte Pilsener Bier gebraut. Aus diesem Grund gehört die Besichtigung einer der ortsansässigen Brauereien für Freunde eines gepflegten Bieres hier ebenso zum Pflichtprogramm wie die Verkostung desselben in einer der traditionsreichen Brauereigaststätten.
Kommen wir jetzt aber zu den Städten des westböhmischen Bäderdreiecks Karlsbad, Franzensbad und Marienbad, in denen man überall bestens kuren oder auch „nur“ Wellnessanwendungen genießen kann. Wo man dies tut ist eigentlich egal, denn alle drei dieser für deutsche Verhältnisse immer noch günstigen Kurorte warten mit heißen Thermalquellen auf, die sehr wohltuend auf den Körper wirken. Darüber hinaus punkten alle drei Bäder mit schönen alten Gebäuden und gepflegten Parkanlagen für erholsame Spaziergänge.
Naturwunder, die Camper in Tschechien nicht verpassen sollten
Tschechien ist nicht nur ein lohnendes Ziel für Städtereisende und Kur-/Wellnessurlauber, sondern hat auch Naturfreunden und den sportlich Ambitionierten unter uns einiges zu bieten. Denn für alle, die gern draußen sind, gibt es dort - neben dem bereits erwähnten Südmähren - noch drei weitere von ihrer Natur her besonders schöne Gegenden.
Wohl das bekannteste für deutsche Urlauber, da es direkt vor unserer Haustür liegt, findet sich direkt im Grenzgebiet zwischen Tschechien, Deutschland und Österreich: der Nationalpark Böhmerwald. Dieser schließt jenseits der Grenze direkt an den hierzulande bekannten Nationalpark Bayerischer Wald an und ist auch eine dicht bewaldete Mittelgebirgslandschaft. Wie ihr euch sicher denken könnt, gibt es in so einer bergigen Gegend mit viel Wald, einigen Gletscherseen, tosenden Bergflüssen, idyllischen Mooren und einem großen Bestand von anderswo bereits seltenen Wildtieren viele Möglichkeiten zum Wandern, Klettern, Raften, aber auch zum ruhigen Durchatmen in der Natur.
Wer es noch gebirgiger mag, sollte sich auch die im Norden des Landes gelegene Böhmische Schweiz nicht entgehen lassen. Denn wie der Name dieses Naturschutzgebiets schon sagt, fühlt man sich dort von der Landschaft her an die „echte“ Schweiz erinnert, mit schönen Bergen, rauen Felsformationen, verwunschenen Höhlen, stillen Bergseen und tiefen Tälern, aber auch beeindruckenden Felsenstädten.
Und wenn es euch auch nach viel Natur verlangt, ihr aber nicht unbedingt höhere Berge zum Erklimmen braucht, könnte das gemäßigte, aber landschaftlich auch sehr schöne Südböhmen das richtige Urlaubsziel für euch sein. Denn dort findet man neben recht flachen Hügeln viele grüne Täler mit unzähligen kleinen Seen. Außerdem bietet Südböhmen durch eine malerische Landschaft, mit vielen Schlössern und Burgen sowie schönen Städten (wie das für seine Baukunst bekannte Budweis) eine ideale Mischung für Urlauber, die das Beste aus Stadt und Land bzw. aus Besichtigungen und Bewegung an der frischen Luft suchen.
