Schweden – hilfreiche Tipps und vor allem ganz viel Fernweh
Abenteuer Sarah Müller-Benedikt · 09.02.2023 · 6 min Min. Lesezeit

Schweden – hilfreiche Tipps und vor allem ganz viel Fernweh

Wir laden euch zum Camping in Schweden ein und teilen mit euch, warum wir uns nach dem kalten Norden sehnen.

Der Titel verrät es schon. Mich plagt das Fernweh nach Schweden. Seitdem ich kurz nach dem Jahreswechsel im Januar 2020 das erste Mal in Schweden und Skandinavien allgemein war, hat Schweden mein Herz erobert. Nicht nur, weil meine Freundin Schwedin ist und ihre Familie in Göteborg wohnt. Es gibt unzählige Gründe, sich in Schweden zu verlieben – und jetzt spreche ich natürlich vom Land.

Unvergleichbare Natur

Zum einen wäre da die wirklich ausgesprochen schöne, wilde und abwechslungsreiche Natur, welche über dichte Wälder und Polarlichter im Norden, über steinige Felsküsten im Westen, bis zu Sandstränden im Süden sehr vielseitig ist. Die Seen- und Berglandschaft in Zentralschweden sowie die Hauptstadt Stockholm, umgeben von ihren unzähligen kleinen Inseln im Osten, sind ebenso einen Besuch wert. Wer sich gerne draußen aufhält, sportlich betätigt und sich nicht zwischen Meer und Bergen entscheiden kann, wird in Schweden glücklich werden. Hier kannst Du Wandern, Kajak fahren, Klettern und vieles mehr.

Gemütliche Städte mit Wohlfühl-Atmosphäre

Doch das ist noch nicht alles, was Schweden als Reiseziel so besonders macht: Die Städte mit hippen Cafés und urigem Stadtkern, modernen Shops und traditionellen Ladengeschäften runden die perfekte Balance aus größeren Städten und Natur ab. Egal, ob Malmö, Lund, Göteborg oder Stockholm. Wer gerne Städtetrips macht, kann sich hier auf ein paar großartige Tage freuen. Die kleinen Metropolen laden zum Spazieren ein, zum Staunen über neue Styles, tolle Architektur und historische Sehenswürdigkeiten. Zum Genießen in den leckeren Restaurants und zum Shoppen in den Läden, die die kommenden Trends in Deutschland schon jetzt im Schaufenster haben. Ich glaube, es ist fast unmöglich, sich in einer schwedischen Stadt nicht wohlzufühlen. Und zu guter Letzt sind die Schweden an sich zu erwähnen, sehr offene, glückliche und freundliche Menschen. Egal, ob bei Problemen mit dem Van oder beim Service im Café – Schweden sind eigentlich immer hilfsbereit und zuvorkommend und man fühlt sich schnell aufgenommen und wie zu Hause.

Für die Anreise nach Schweden gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal – wie schon im Blogpost über Norwegen beschrieben – die Anfahrt über die Öresundbrücke, die weltweit längste Schrägseilbrücke, von Dänemark nach Schweden. Die Anreise hierüber kostet für ein Wohnmobil 110 € (Stand: November 2022).

Die zweite Möglichkeit bietet eine Anreise mit der Autofähre Stena Line, welche Dich samt fahrbarem Untersatz bis nach Trelleborg bringt. So kannst Du ganz gemütlich über den Seeweg nach Schweden reisen – und das für einen Preis von rund 150 € für zwei Personen samt Camper (Stand: November 2022).

In Schweden angekommen, heißt es dann, entspannt an den Urlaub heranzugehen und nicht zu hetzen. Denn in Schweden gilt auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Das macht das Reisen mit Camper aber sowieso schöner, denn man kann sich Zeit nehmen und vor allem die Routen entlang am Meer oder durch die wilde Natur genießen. Auf Landstraßen sind, wie in Deutschland oft auch, 70 km/h vorgeschrieben, in Städten liegt die Begrenzung bei 50 km/h.

Ansonsten unterscheidet sich das Fahrerlebnis in Schweden nicht großartig von dem in Deutschland. Die Schweden sind in der Regel sehr rücksichtsvolle Fahrer und die Straßenbegebenheiten sind meist gut, einzig auf Elche muss man ab und an acht geben.

Kostenlose Stellplätze in Schweden

Es gibt weitere gute Nachrichten: Schweden hat, wie Norwegen, das sogenannte Jedermannsrecht. Das hat mehrere Vorteile: Bist Du in der Nähe einer der schönen Städte unterwegs, findest Du eigentlich immer einen tollen Stellplatz zum Wildcampen.  Und von der tollen Natur brauche ich gar nicht erst anfangen. In Schweden findet man mit ein wenig Glück die außergewöhnlichsten Orte, um eine Nacht im Camper zu verbringen, besonders wenn man die örtlichen Hinweise für Stellplätze befolgt.

Campingplätze in Schweden

Campingplätze gibt es in Schweden viele. Rund 550 schöne Campingplätze warten auf Dich. Als beliebtes Reiseziel für Camper hat Schweden sich eine gute Infrastruktur aufgebaut. Du findest eigentlich über das ganze Land verteilt idyllische Campingplätze mit Duschen, teilweise sogar einem Küchenbereich, Internet und allen Anschlüssen.

Für eine Rundreise in Schweden würde ich Dir vor allem das Dreieck zwischen Göteborg, Stockholm und Malmö im Süden Schwedens empfehlen. Hier kannst Du Dir eine tolle Reiseroute zusammenstellen und hast mit zwei bis drei Wochen genug Zeit, die Städte sowie die schöne Natur hier zu entdecken.

Zum Abschluss: Mein Fernweh und warum Du mal nach Schweden solltest

Ich habe viele wundervolle Erinnerungen an die Zeit in der Natur während meiner Trips nach Schweden: Eine kleine Wanderung durch einen Nationalpark im Westen des Landes, vorbei an freilaufenden Kühen und süßen Schafen mit grauem Fell, bis wir über die Felsen einen Punkt erreichten, an dem man in das eisige Nass springen konnte. Ein Ausflug mit dem kleinen Fischerboot vom Opa meiner Freundin aufs offene Meer zum Makrelenfang. Eine Schiffsfahrt auf die Insel Marstrand, auf der keine Autos fahren und nur rund 1.000 Menschen leben, mit einer Rundwanderung und 360 Grad Blick. Ein unvergesslicher Sonnenuntergang über dem Meer umgeben von Schnee und vier roten Fischerhäuschen. Und zu guter Letzt eine Tour mit Fahrrädern im Oldtimer-Alter entlang dem Meer, mit meinem besten Freund, als wir uns gefühlt haben wie Michel aus Lönneberga und Karlsson vom Dach.

Wie Du hoffentlich merkst, warten in Schweden unglaublich viele tolle Momente darauf, von Dir erlebt zu werden. Ich freue mich riesig, dieses Jahr nach Weihnachten wieder nach Schweden zu reisen und neue Orte zu entdecken. Vielleicht sieht man sich ja!

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